Eine gute Teamanalyse beantwortet drei Fragen: Wo steht das Team, worin ist es sich einig, und was sollte es als Nächstes tun. Diese Seite erklärt, wie PEAKTEAMS das mit 18 KPIs, einem Team Net Value und 16 Team-Identitäten beantwortet.
Die Umfrage und der Report sind derzeit auf Englisch. Diese Seite, das Informationsblatt für den Betriebsrat und der Auftragsverarbeitungsvertrag liegen auf Deutsch vor.
Warum Teams eine Analyse brauchen und keine Meinung
Jede Führungskraft hat ein Bild davon, wie ihr Team funktioniert. Das Problem ist nicht, dass dieses Bild falsch wäre, sondern dass es eines von acht ist. Die Teamleitung sieht Klarheit, wo zwei Teammitglieder Chaos erleben; sie hält das Meeting für produktiv, das drei Kollegen stumm absitzen. Eine Teamanalyse ersetzt die eine Perspektive durch alle, anonym und auf demselben Maßstab. Erst dann lässt sich unterscheiden, ob ein Problem das ganze Team betrifft oder nur einen Teil, und ob es an den Rahmenbedingungen liegt oder an der Zusammenarbeit selbst.
PEAKTEAMS baut dafür auf dem IMOI-Modell der Teamforschung auf: Was ein Team mitbringt (Input) prägt, wie es zusammenarbeitet (Prozess), und das bestimmt, was es liefert (Output). Die Ergebnisse wirken wiederum auf die Voraussetzungen zurück. Aus diesem Modell sind 18 KPIs abgeleitet, die in der Literatur zur Teameffektivität wiederholt als wirksam beschrieben werden. Die Fragen stehen vollständig in der offenen Item-Bank; die Referenzen auf der englischen Methodik-Seite.
Vier Gruppen, 18 Kennzahlen. Jede wird aus mehreren Fragen gebildet, die alle Teammitglieder auf einer Skala von 1 bis 5 beantworten.
Input: Was das Team mitbringt
Fünf KPIs zu Zweck und Zielen, Werten und Vision, Umfeld und Ressourcen, Teamorganisation und Führungsprinzipien.
Prozess: Wie das Team zusammenarbeitet
Zehn KPIs, darunter Zusammenhalt, Innovation, Vorgehensweise, innerer Antrieb, Identifikation, Feedback, Fokus, Vertrauen und Sicherheit, Kommunikationskultur und Konfliktverhalten.
Output: Was dabei herauskommt
Zwei KPIs: die Qualität, Verlässlichkeit und Geschwindigkeit der Ergebnisse und die Wirkung über die Teamgrenze hinaus.
Reibung: Was Energie kostet
Ein KPI mit umgekehrtem Vorzeichen: Energie, die in Bürokratie, Politik, Instabilität und unproduktiven Meetings verloren geht.
Team Net Value: eine Zahl, die man vergleichen kann
Aus den 18 KPIs entsteht der Team Net Value, ein Wert von 0 bis 100. Er fasst die Wertschöpfung aus Input, Prozess und Output zusammen und mindert sie um einen Reibungsabschlag; die genaue Formel steht in der offenen Item-Bank. Die Zahl ist kein Schulzeugnis, sondern ein Bezugspunkt: Sie macht zwei Teams vergleichbar und zeigt bei einer erneuten Befragung, ob sich etwas bewegt hat. Wichtiger als die Zahl selbst ist das Profil dahinter, also welche KPIs sie nach oben und welche sie nach unten ziehen.
Konsensmatrix: Einigkeit ist eine eigene Information
Ein Mittelwert von 3,5 kann zwei sehr verschiedene Teams beschreiben: eines, in dem alle „geht so“ antworten, und eines, in dem die Hälfte 5 und die andere Hälfte 2 angibt. Die Konsensmatrix stellt für jeden KPI den Wert der Übereinstimmung gegenüber. Hohe Werte bei hoher Einigkeit sind Stärken, auf die man bauen kann. Niedrige Werte bei hoher Einigkeit sind klare Baustellen. Gespaltene Wahrnehmungen sind oft das Interessanteste: Dort erleben Teile des Teams eine andere Realität, und genau darüber lohnt sich das Gespräch.
16 Team-Identitäten aus vier Dimensionen
Neben den KPIs beschreibt die Analyse, wie das Team tickt. Zwölf der Fragen bilden vier Dimensionen, aus deren Kombination sich eine von 16 Team-Identitäten ergibt:
- Fokus: Intern oder Extern. Richtet das Team seine Aufmerksamkeit nach innen auf die eigene Arbeit oder nach außen auf Kunden und Umfeld?
- Struktur: Stabil oder Flexibel. Arbeitet das Team mit festen Abläufen und Rollen oder passt es sich laufend an?
- Interaktion: Konsens oder Antrieb. Entstehen Entscheidungen durch Abstimmung oder durch Vorangehen Einzelner?
- Wertschöpfung: Optimierung oder Innovation. Verbessert das Team Bestehendes oder schafft es Neues?
Keine Identität ist besser als eine andere. Ein stabiles, optimierendes Team ist in einem Betrieb mit Compliance-Anforderungen genau richtig; ein flexibles, innovierendes Team in einem Produktlabor. Die Identität hilft, Stärken richtig einzusetzen und zu erkennen, wo das Team gegen seine Natur arbeitet.
One Big Thing: ein nächster Schritt statt zwanzig
Der Report endet nicht mit einer Liste. Aus dem KPI-Profil, der Konsensmatrix und der Identität leitet PEAKTEAMS eine einzige priorisierte Empfehlung ab: den Punkt, der jetzt den größten Hebel hat. Teams, die diesen einen Punkt sechs bis zwölf Wochen lang bearbeiten und dann erneut messen, sehen den Effekt im Verlauf, und zwar auf demselben Maßstab wie beim ersten Mal.
So läuft eine Teamanalyse mit PEAKTEAMS ab
- Team anlegen. Sie legen das Team an und tragen die Mitglieder mit Namen und E-Mail-Adresse ein. Die Teamumfrage ist in der Early-Access-Phase kostenlos, ohne Kreditkarte.
- Einladen. Jedes Mitglied erhält einen persönlichen Link und beantwortet den Fragebogen in etwa 12 Minuten. Niemand sieht die Antworten anderer.
- Warten, bis fünf geantwortet haben. Ergebnisse erscheinen erst, wenn mindestens fünf Teammitglieder geantwortet haben; die eigene Antwort der teamverantwortlichen Person zählt nicht mit.
- Report lesen und besprechen. KPI-Profil, Team Net Value, Identität, Konsensmatrix und das One Big Thing. Der Report ist derzeit auf Englisch.
- Erneut messen. Nach der Arbeit am One Big Thing eine zweite Umfrage; die Historie zeigt die Entwicklung.
Wer erst einmal ein Gefühl für die Fragen bekommen möchte, startet mit dem kostenlosen Team-Check: 57 Fragen, etwa 8 Minuten, ohne Anmeldung, aus der Sicht einer Person. Für die Abstimmung mit dem Betriebsrat gibt es den Leitfaden Mitarbeiterbefragung und Betriebsrat.
Auf Deutsch verfügbar: der Burnout-Test
Ein kostenloser, anonymer Selbsttest nach der WHO-Beschreibung von Burnout. Start ohne Anmeldung, Ergebnis sofort, Test und Bericht auf Deutsch.
Eine Teamanalyse ist eine strukturierte Bestandsaufnahme der Zusammenarbeit in einem Team. Alle Mitglieder beantworten denselben Fragebogen; die Antworten werden aggregiert und mit einem Modell der Teameffektivität interpretiert. Sie beschreibt das Team als Ganzes, nicht einzelne Personen.
Team anlegen, Mitglieder einladen, etwa 12 Minuten pro Person. Der Report ist da, sobald fünf geantwortet haben.
Kostenlos in der Early-Access-PhaseKeine KreditkarteErgebnisse erst ab fünf AntwortenDie Umfrage und der Report sind derzeit auf Englisch.